Generationswechsel im Österreichischen Boxsport - Daniel Nader löst Adolf Angrick als Cheftrainer ab

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Im Österreichischen Boxverband (ÖBV) gibt es einen Generationswechsel. Der 34-jährige Wiener Daniel Nader hat Adolf Angrick (74) aus Berlin als Cheftrainer abgelöst.

Nader ist damit nicht nur für das Training und das Coaching der österreichischen Boxer bei offiziellen internationalen Wettkämpfen wie Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen verantwortlich. Er wird sich zusammen mit Sportdirektor Ing. Marius Korner auch intensiv um die Trainerausbildung in Österreich kümmern. So leitete Daniel Nader letzte Woche bereits einen Kurs mit 31 angehende Übungsleiter im Bundessport- und Freizeitzentrum Schloss Schielleiten.

Nationale und Internationale Erfolge des neuen Cheftrainers
Daniel Nader ist bereits seit sechs Jahren Bundestrainer für den österreichischen Nachwuchs und kann dabei auf sechs EM-Medaillen sowie zahlreiche Top-Ten-Platzierungen bei Großereignissen verweisen.

Auf Vereinsebene hat Daniel Nader in den vergangenen zehn Jahren als sportlicher Leiter den Boxclub Bounce in Wien aufgebaut und dabei 45 Meistertitel und 32 internationale Turniersiege errungen.

Daniel Nader ist der einzige AIBA***-Sterne-Trainer in Österreich, der mit seiner Qualifikation berechtigt ist, Österreichische Boxer bei allen Wettkämpfen des Weltverbandes AIBA (nämlich AOB, WSB, APB und Olympische Spielen) in der Ringecke zu betreuen.

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Top-Ziel Tokio 2020

Das wichtigste sportliche Ziel des neuen Cheftrainers steht bereits fest. Er will die Qualifikation österreichischer Boxer für Olympische Spiele erreichen. Nader hat dazu bereits unter dem Titel „Tokio 2020“ einen Vierjahresplan ausgearbeitet. „Wir haben jetzt eine Jahrhundert-Chance“, betont der neue Cheftrainer. Noch nie gab es so viele Boxer im Österreichischen Kader, die eine realistische Chance haben, dieses Ziel zu erreichen, wenn alle Rahmenbedingungen passen. „Dafür werde ich meine ganze Kraft einsetzen“, erklärte Nader, der sich zugleich bei Adolf Angrick für die geleistete Aufbauarbeit in den vergangenen Jahren bedankte.